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    29. September 2019

    Erfolg und Aufgeschlossenheit: Für mehr Toleranz und Inklusion

    Einer der großartigen Aspekte beim Gaming ist, dass man sein kann, wer und was auch immer man möchte. In unseren virtuellen Gaming-Welten können die Spieler die Rolle eines beliebigen Charakters annehmen und so ziemlich alles tun, was sie wollen. Das Gleiche gilt für Multiplayer-Spiele, bei denen es ebenfalls nicht darauf ankommt, wie man aussieht oder wo man herkommt.

    Dennoch wird die Gaming-Community häufig nicht als tolerant eingeschätzt, da es dort auch einen gewissen Anteil an Bösartigkeiten und Streitigkeiten gibt, die im Laufe der Jahre in den Medien immer wieder Aufmerksamkeit erregt haben. Als Gamer sind wir allerdings nicht der Meinung, dass dies ein vollständiges Bild dessen ergibt, was es bedeutet, ein Gamer zu sein. Daher möchten wir ein paar gute Beispiele für das genaue Gegenteil einer stereotypen, streitlustigen Gaming-Community aufzeigen.

    Denn tatsächlich ist das Gaming eine Beschäftigung, die Menschen aus der ganzen Welt vereint, und das unabhängig von ihrer sexuellen Ausrichtung, ihrem Glauben, Geschlecht, Alter, ihrer Herkunft oder anderen Merkmalen. In gewisser Weise können Spiele vielen Menschen ein Gefühl von Zusammengehörigkeit vermitteln.

    Inklusiver denken

    Gaming ist zu einem echten Phänomen für die Massen geworden. Es durchdringt alle Teile der Gesellschaft und verbindet dank des Internets Spieler auf der ganzen Welt. Dadurch vereint es uns alle. Durch den Spaß, den wir alle beim Spielen haben, ist es leicht, Gleichgesinnte zu finden und mit ihnen in Kontakt zu treten.

    Es hat sich zum Beispiel gezeigt, dass eine erfolgreiche Teilnahme einer Gruppe an MMORPGs ihr Selbstwertgefühl positiv beeinflusst. Solche Erfahrungen stärken auch die sozialen Bindungen zwischen einzelnen Spielern (Gabbiadini et al. 2014). Da beim Spielen nicht die Gefahr besteht, aufgrund stereotyper Merkmale be- oder verurteilt zu werden, zählt nur die Leistung jedes Spielers.


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    Überwindung von Gaming-Klischees

    Es gibt Gamer, die ihren Online-Ruhm durch hervorragende Leistungen in die analoge Welt übertragen haben. Am bekanntesten ist da vielleicht Dominique McLean, besser bekannt als SonicFox. Er ist ein Kampfspielprofi von EchoFox, der erfolgreich an mehreren Titelkämpfen teilgenommen und Meisterschaften in Dragon Ball FighterZ und Injustice 2 gewonnen hat.

    In seinen eigenen Social-Media-Kanälen spricht er offen über seine sexuelle Orientierung und ist stolz darauf, ein Vertreter von Menschen mit nicht-heteronormativer Persönlichkeit zu sein.

    Der behinderte CS:GO-Streamer Adam „Loop“ Bahriz hat viel Unterstützung erhalten, als er online gemobbt wurde. Der Grund für diese Unterstützung war gar nicht einmal, dass man ihn aufgrund seiner genetischen Verfassung übermäßig schützen wollte, sondern dass er unabhängig von seiner Seh- und Hörbehinderung einfach ein großartiger Spieler ist.

    Ein weiteres positives Beispiel für Toleranz bei Videospielen ist Sasha „Scarlett“ Hostyn. Die StarCraft 2-Spielerin hat sich in Blizzards RTS einen Namen als eine der weltweit besten Spielerinnen gemacht. Sie genießt in der Szene sehr hohes Ansehen und hat sich zu einer der renommiertesten Profi-Gamerinnen aller Zeiten entwickelt. Zudem ist es für ihre Mitspieler und Gegner überhaupt kein Problem, dass sie Transgender ist – denn das spielt einfach keine Rolle.

    Im Spiel vereint

    Das Zugehörigkeitsgefühl in der Gaming-Community ist unglaublich hoch. Dieses Hobby, das wir alle lieben, bietet uns gemeinsame Geschichten und Ziele. Dadurch ist das Gaming auch ein großartiges Werkzeug, um Toleranz zu fördern.

    Welche Beispiele für Toleranz haben Sie beim Gaming schon erlebt? Erzählen Sie uns davon in den Kommentaren!

    Quelle

    Gabbiadini, Alessandro, Silvia Mari, Chiara Volpato, and Maria G. Monaci. 2014. Identification processes in online groups: identity motives in the virtual realm of MMORPGs. Journal of Media Psychology, 26(3):141-152


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