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Das Alter ist nur eine Zahl

Gaming ist längst kein Zeitvertreib mehr nur für Jugendliche und jungen Erwachsene. Das Durchschnittsalter der Gamer ist in den letzten Jahren gestiegen – und immer mehr ältere Menschen finden Spaß daran. Was können wir von ihnen lernen?


Shirley Curry ist ein YouTube-Star – 800.000 Menschen haben ihren Kanal abonniert und beobachten sie beim Spielen des RPG-Meisterwerks The Elder Scrolls V: Skyrim. Von den meisten anderen Bereitstellern solcher Inhalte unterscheidet sie allerdings ihr 84. Geburtstag im April 2020.

Curry ist seit 2015 mit ihrem Kanal aktiv und hat schnell Anhänger gewonnen. Elder Scrolls-Entwickler Bethesda hat sogar versprochen, eine ihr ähnliche Figur in den sechsten Teil der Spieleserie aufzunehmen. Die Gaming-Großmutter wird auch über die Skyrim -Community hinaus geschätzt, und sie zeigt, dass der Spaß an dem, was man tut, nichts mit dem Alter zu tun hat.

Curry ist bei weitem nicht der einzige YouTuber oder Streamer, der ein hohes Alter erreicht hat. Sogar in Esports nehmen ältere Menschen am Wettbewerb teil und machen sich einen Namen. Im Jahr 2017 waren die „Silver Snipers“ Teilnehmer bei einem Counter-Strike: Global Offensive-Turnier beim DreamHack in Schweden. Mit der Auswahl altersgerechter Spitznamen wie „Teen Slayer“ (etwa: Teenager-Schreck) und „Knitting Knight“ (etwa: Strickender Ritter) unterstrichen sie die Tatsache, dass sie dort waren, um Spaß zu haben – was schließlich das Hauptziel beim Gaming ist.

Durchschnittsalter der Spieler steigt

Laut Statista waren im Jahr 2019 nur 21 Prozent der Spieler in den USA unter 18 Jahre alt, während ebenso viele Spieler 50 Jahre oder älter sind. Tatsächlich ist das Durchschnittsalter der Spieler in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Daher sollte es nicht allzu sehr überraschen, in einem Game auch älteren Menschen zu begegnen.

Denn schließlich ist der Zugang zu Videospielen dank Tablets und Mobiltelefonen viel weiter verbreitet als noch vor 20 Jahren. Und dieser Trend wird sich weiter fortsetzen. Fragen Sie sich doch selbst einmal: Möchten Sie auch im Alter noch spielen? Die Antwort lautet vermutlich ja.

Das Spielen, auch von Videospielen, hat positive Auswirkungen auf ältere Menschen, da sie so mit anderen in Kontakt bleiben können, was ihr soziales Leben bereichert. Darüber hinaus legen Forschungen nahe, dass die kognitive Stimulation Krankheiten wie Alzheimer verlangsamen oder verzögern kann.

Was wir von älteren Menschen lernen können

Das Bemerkenswerte an älteren Menschen, die heute Computerspiele spielen, ist, dass sie gewöhnlich nicht damit aufgewachsen sind. Dieser Zeitvertreib wurde früher fast ausschließlich mit Kindern und jungen Erwachsenen in Verbindung gebracht. Jüngere Gehirne haben meist eine bessere Lernfähigkeit, daher müssen sich ältere Menschen oft besonders bemühen, um gut zu spielen.

Personen wie Curry oder die Mitglieder der Silver Snipers sind deshalb so faszinierend, weil sie dieses Hobby erst in späteren Lebensphasen aufgenommen haben. Einerseits zeigen sie eine fast kindliche Neugier, andererseits sind sie natürlich sehr lebenserfahren. Diese Mischung könnte ein wichtiger Faktor sein, der sie für ihre Fangemeinde so attraktiv macht.

Was können wir von ihnen lernen? Bleiben Sie neugierig und scheuen Sie sich nicht, Neues auszuprobieren – auch wenn Sie am Anfang den Sinn noch nicht erkennen. Und das gilt nicht nur für Spiele. Neugier ist sicherlich einer der Hauptfaktoren, die diese inspirierenden Persönlichkeiten jung halten.

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